Aschenkuss



Aschenkuss 

Die nackten Schären, ein Aschenkuss,
die alte Esche, Yggdrasil
schält sich
wie du
aus deinen Leinen

Wir malen einander, an der Luft
befestigt sich
ein schmerzhaftes Kräuseln,
verschmutzt erlaubte Berührungen
auf den Felsen unserer Haut

Ein Korridor, des Schreies voll,
er kommt, eine Liebe im Festanzug
tritt vor mich:
ein heftiger Kuss, grob
die Begegnung 
zweier Gleichen

Strömungen
aus dem Innersten ins Innerste;
das Salzwasser spült tröstend
das ganze Schwarze weg.


© Riikka Johanna Uhlig 2018

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Als ich ein Buch aus dem Eis fischte

Fest der Poesie