Der achtsame Mann

Einer meiner Lieblingsblogger ist der Finne Teemu Syrjälä, Autor und Denker aus dem Norden, der übers Mannsein schreibt. Wieso muss man noch traditionellen Mustern folgen? fragt er oft. Auch der Mann darf sanft und achtsam sein, dies sei keine Schwäche sondern Stärke.

Der achtsame Mann, schreibt Syrjälä, folge seiner eigenen Wahrheit, seiner Mission, seinem Weltbild. Er braucht nicht zu versuchen, anderen zu gefallen, selbst seiner Partnerin (seinem Partner) nicht - er macht Sachen die ihm gut tun. Er ist anwesend bei seinen Lieben, nicht etwa nur physisch, sondern wirklich da, mit seinen Gefühlen und Gedanken. Mit seinen Augen, möchte ich dazu ergänzen.

Ich glaube, vielen deutschen Männern sei dieserlei Soft-Einstellung noch neu. Doch jeder kann es: achtsam sein. Manche haben vielleicht Angst, was dabei herauskommen mag. Vielleicht will man den Beruf wechseln? Umziehen? Neue PartnerIn finden? Gar nach neuen Freunden suchen? Mag sein, dass das erstmal chaotisch erscheint. Mit Freude sehe ich aber, wie einige meiner Freunde dieserlei Änderungen durchmachen, auch solche Männer, die man früher vielleicht hätte als Streber bezeichnen können. Auch sie können kaputt gehen. Sollen wir es jetzt zugeben: diese Welt ist hart. Nun, wir haben sie selbst gebaut. Eine Vollsanierung wäre dringend nötig.

Der achtsame Mann, so Syrjälä, ist stets bereit zu lernen. Über sich selbst, die Welt, andere Menschen. Was soll dabei falsch sein? Nur Mut! Seinen eigenen Weg zu finden und dann noch zu wagen darauf zu treten - das ist eine große Herausforderung, vielleicht sogar ein Erdbeben. Aber was dabei raus kommt, das sind Menschen, die für sich selbst und andere wirklich da sind. Solche wünsche ich mir. Und Du?

LG
Jo

neue_achtsamkeit_noetig
Umbau nötig?

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